19.02.2010, 10:17 Uhr | Gallus
Cuys gibt es in vielen Farben und mit verschiedenen Haarstrukturen. Die Riesenmeerschweinchen stammen aus Südamerika. Im Charakter sind die Tiere ein bisschen eigensinniger und scheuer als unser Hausmeerschweinchen. Idealerweise füttert man Cuys mit Grünfutter, Gemüse und reichlich Obst. Weil Cuys sehr schnell Fett ansetzen, beugen diese Futterarten der Verfettung von Körper und Organen vor.
Aufgrund der Körpergröße haben die Riesenmeerschweinchen einen schweren Knochenbau und einen ausgeprägten breiten Kopf. Die längeren Schwanzwirbel und die häufig auftretende erhöhte Anzahl von Zehen sind weitere Besonderheiten beim Körperbau der Cuys. Leben die Meerschweinchen in einer Gruppe, ist die Hierarchie gegenüber unseren Meerschweinchen wesentlich stärker gegliedert. Die schreckhaften und sensiblen Tiere lassen sich mit etwas Geduld genauso zähmen wie normale Hausmeerschweinchen.
Das etwas rabiate Verhalten der weiblichen Tiere hat seine Ursache im Umgang des Cuy–Bocks mit der Gesellschaft der Partnerinnen. Er sucht sich in der Gruppe eine Hauptfrau, an der er sich besonders eng bindet. Die Favoritin versucht dann alles, um diese Sonderstellung zu halten. Cuys, die in Deutschland gezüchtet werden, haben ihre Abstammung von einigen wenigen Vorfahren aus Südamerika. Felltypen wie Rosette und Glatthaar haben sich bei den Züchtungen inzwischen herausgebildet.
Die Riesenmeerschweinchen haben einen hohen Platzbedarf und brauchen eine ruhige Umgebung. Die Inneneinrichtung ihrer „Wohnung“ ist gut strukturiert und bietet zahlreiche Versteckmöglichkeiten und eine gute Deckung. Idealerweise sollten im Domizil zwei Cuys gehalten werden. Für das Wohlbefinden und die Sicherheit benötigen die Meerschweinchen die gewohnten Rückzugsbereiche. Durch ständiges Umräumen geraten die Tiere in Stress.
Wegen der schnellen Entwicklung werden die großen Meerschweinchen auch schnell geschlechtsreif. Schon ab der dritten Lebenswoche können die jungen Männchen decken und die frühreifen Partnerinnen ab der vierten Lebenswoche aufnehmen. Eine frühzeitige Trennung der Kleinen von der Mutter und den Geschwistern ist deshalb unbedingt notwendig.
Die weiblichen Tiere werden alle zwei Wochen brünstig. Die älteren und erfahrenen Weibchen entscheiden oft selbst, ob sie sich mit dem Bock einlassen. Ist die Entscheidung zugunsten des Partners gefallen, kommt nach einer Tragezeit von mehr als zwei Monaten der Nachwuchs zur Welt. Je nach Wurfgröße wiegen die jungen Cuys zwischen 100 und 250 g. Die Neugeborenen wachsen in den ersten Wochen nach der Geburt sehr schnell und können pro Woche 100 g mehr auf die Waage bringen.
Farbe: Unterschiedlich, häufig Weiß, helles Rot und Creme
Gewicht: 1,5 bis 4 kg
Körperlänge: 27 bis 35 Zentimeter
Lebenserwartung: zwei bis drei Jahre
Alles auf einen BlickMeerschweinchenrassen von A-Z
Gallus
Ch. Graf schrieb:
am 28. Februar 2010 um 15:20:28
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Endlich kann man im Internet auch einen informativen und unterhaltsamen Artikel über diese Art von Meerschweinchen finden.
Sehr gut verfasst!
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