11.03.2010, 10:29 Uhr | afp/ dpa
Elefanten-Baby Mr. Shuffles überlebte eine neuntätige, anstrengende Geburt. (Foto: dpa)
Mr. Shuffles lebt - obwohl ihn alle für tot hielten. Quälende neun Tage mussten die Pfleger und Tierärzte des Taronga-Zoos in Sydney auf die Geburt des Elefantenbabys warten. Er lag verkehrt herum im Geburtskanal, die Ärzte sahen kaum Hoffnung für den kleinen Dickhäuter. Doch dann am Mittwoch geschah das Wunder: Ein kleiner gesunder Elefant erblickte das Licht der Welt.
Weil sich schon zuvor eine schwere Geburt andeutete, hatte der Zoo den Berliner Elefantenzucht-Experten Hildebrandt um Hilfe gebeten. Er befürchtete, dass das Elefantenbaby die Geburt nicht überleben werde. Umso mehr freute er sich, als Elefantenmutter Porntip um 03.27 Uhr (Ortszeit) ihr erstes Baby gesund zur Welt brachte.. Eine so anstrengende Geburt sei nach Kenntnissen von Fachleuten bei Elefanten noch nie geglückt, erklärte Zoodirektor Cameron Kerr. Hildebrandt habe ihm gesagt, nach dieser Geburt seien "die Bücher über Elefanten völlig neu zu schreiben".
Die weltbesten Elefantenexperten hatten nach der schwierigen Geburt mit neun Tagen Wehen kein lebendes Junges erwartet und den Elefanten bereits im Mutterleib für tot erklärt. Während der neun Tage konnten keine Herztöne bei dem Jungen festgestellt werden. "Unter mehr als 10.000 dokumentierten Elefantengeburten weltweit gibt es keine, die so lange gedauert hat", sagte Kerr. Tierärzte glauben, dass "Mr. Shuffles" den Stress nur überleben konnte, weil er während der Geburt im Koma lag.
Das knapp 100 Kilogramm schwere Junge war zwar ein bisschen wacklig auf den Beinen, aber es versuchte, an den Zitzen seiner Mutter zu saugen. Zunächst klappte das nicht, Porntip half ihrem Jungen beim Trinken. Das sei ein "Zeichen, dass sie eine hervorragende Mutter ist", sagte Tierarzt Larry Vogelnest. Außerdem taste sie das Kalb vorsichtig mit ihrem Rüssel ab, um es besser kennenzulernen. Auch andere Elefanten der Herde begrüßten den Neuankömmling. Ältere Weibchen sowie der acht Monate alte Elefantenjunge Luk Chai hätten den kleinen Neuen mit ihren Rüsseln berührt, erzählte Vogelnest. Das neue Elefantenkalb war das zweite in Australien, das durch künstliche Befruchtung gezeugt wurde. Der Taronga-Zoo hatte seine Elefantenherde 2006 aus Thailand nach Sydney geholt.
Quelle: dpa , AFP
Atheist schrieb:
am 11. März 2010 um 11:56:49
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willkommen
herzlich willkommen, kleiner elefant...
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