23.02.2010, 15:35 Uhr | Susanne Reininger
Fische: Aquaristik für Einsteiger. (Foto: imago)
Wenn sich Kinder ein Haustier wünschen, muss es nicht gleich ein Meerschweinchen, eine Katze oder ein Hund sein. Auch Zierfische eignen sich für kleine Tierfreunde und sind ideal für Anfänger in Sachen Tierpflege. Denn tägliche Pflichten wie Käfigsäubern oder Ausführen, meist Streitthema zwischen Eltern und Kindern, entfallen. Lediglich eine kurze Fütterungseinheit pro Tag und alle paar Wochen eine Reinigung des Beckens gehören zum Pflichtprogramm. Dominik Dahms, ein erfahrener Aquarianer, gibt wertvolle Tipps, auf die man als Einsteiger in die Welt der Zierfische achten sollte.
Entspannende TV-Alternative
Ein kleiner Schwarm rot-blau glitzernder Neonfische gleitet durch das Becken. Ein Pärchen blau-silberner Schneckenbarsche schaufelt Sand. Zwischen den Wasserpflanzen lugt ein farbenprächtiger Schmetterlingsbuntbarsch hervor. Wenn Dominik Dahms den Bewohnern seines Aquariums zuschaut, braucht er kein Digital-Fernsehen mit über 70 Kanälen. „Das ist einfach eine entspannende Alternative zum TV und ein schöner Blickfang im Wohnzimmer“, sagt der Projektmanager und erfahrene Aquarianer.
Fische für Anfänger
Ein solcher Blickfang und ein neues Hobby sind schon für rund 80 Euro zu haben. So viel kostet ein Einsteigerset mit kleinem Becken und dazu einige Wasserpflanzen und natürlich Fische. "Für Anfänger geeignet sind vor allem Neonfische, Guppis, Mollis, Plati und Salmler“, empfiehlt Dahms. Diese bis zu fünf Zentimeter großen Fischarten sind pflegeleicht, farbenprächtig und vertragen sich miteinander.
Welche Arten und wie viele Fische?
Wie viele Fische einer Gattung es sein sollten, richtet sich nach der Beckengröße, Fischart und den weiteren Bewohner. Zum Beispiel bewegen sich Neonfische und Guppis eher im mittleren Bereich des Beckens. Saugschmerlen und Welse hingegen sind gerne auf Bodenhöhe unterwegs. „Deshalb sollten Sie sich auf Fischbörsen oder im Fachhandel zuerst genau erkundigen, welche Fische den selben Lebensraum beanspruchen“, betont der Vorsitzende der Aquarienfreunde Brühl. So vermeidet man einen der häufigsten Anfängerfehler.
Ein Zuhause wie in der Natur
Einerlei für welche Fische Sie sich entscheiden gilt laut dem Aquaristik-Experte: „Sie sollten immer den Lebensraum bieten, den die Bewohner auch in der Natur vorfinden würden“. So ist ein rundes Becken, zum Beispiel mit einem Goldfisch darin, alles andere als artgerechte Haltung: „Ein Goldfisch ist ein Kaltwasserfisch und fühlt sich im Gartenteich wohl, aber nicht als überhitzte Schreibtischdeko im Glas“, erläutert Dahms und ergänzt: „Außerdem ist es für Fische eine Folter, ständig nur in einem kleinen Kreis zu schwimmen.“
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Susanne Reininger
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