03.11.2009, 11:03 Uhr | Linda Freutl
Alte Haustiere brauchen besonders viel Aufmerksamkeit. (Foto: imago)
Schlafen statt Stöckchen holen: Nicht nur Menschen, auch Haustiere haben mit den Zeichen der Zeit zu kämpfen. Im Senioren-Alter bekommen Hunde und Katzennicht nur einen grauen Bart, sondern sie leiden auch unter Alterserscheinungen wie Taubheit oder Mundgeruch. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Seniorenzeit Ihres Haustieres optimal gestalten und ihm damit so beistehen, wie es jahrelang für Sie da war – als treuer Freund.
Ein offizielles Seniorenalter gibt es bei Vierbeinern nicht. Die weit verbreitete Regel, ein Hundejahr könne sieben Menschenjahren gleich gesetzt werden, stimmt nicht. Viel mehr kommt es auf die Größe des Hundes an. Kleine Hunde altern später (circa ab dem achten Lebensjahr) als große Hunde (circa ab dem sechsten Jahr). Bei Katzen kann man hingegen definitiv sagen, dass sie mit acht Jahren das Seniorenalter erreicht haben. Wichtiger als die Lebensjahre sind die sichtbaren Anzeichen des Älterwerdens. Graue Verfärbung der Schnauze, trübe Augen, schlechtes Hören, weniger Appetit, viel Schlaf und ein steifer Gang zeigen deutlich, dass ein Haustier in die Jahre kommt.
Mit gesunder, leichter Ernährung und regelmäßiger Bewegung lässt sich schon in jungen Jahren etwas für die Gesundheit an späten Tagen tun. Auch gilt es auf die besonderen Anfälligkeiten der jeweiligen Tierrasse zu achten. Fragen Sie Ihren Tierarzt, worauf Sie bei Ihrem Haustier achten sollten. Große Hunde leiden im Alter oft an Problemen mit den Hüftgelenken. Vermeiden Sie daher frühzeitig strapaziöse Belastungen wie häufiges Treppensteigen oder zu große Sprünge.
Bewegung ist für Hunde und Katzen besonders wichtig. Im Alter lässt die Freude daran allerdings nach. Besser als ein langer Spaziergang eignen sich für Senioren-Hunde mehrere kurze Gassi-Runden. Katzen, die die Möglichkeit haben selbst rauszugehen, regulieren ihre Bewegung alleine. Tipp: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier auch weiterhin Erfolgserlebnisse verspürt, ohne sich dabei körperlich verausgaben zu müssen. Kleine Denkspiele wie das Verstecken von Futter, sind spielerische Herausforderungen, die jung halten. Auch zum Erlernen leichter Kunststücke sind alte Hunde noch fähig. Sie haben meist sogar mehr Geduld und Freude an geistiger Arbeit als Jungtiere.
Alte Hunde und Katzen haben weniger Speichelfluss. Ihr Geschmacksinn funktioniert schlechter, der Appetit lässt nach und das Verdauungssystem arbeitet langsamer. Da sich das Tier zudem weniger bewegt, sollten die Futtermengen um circa ein Drittel reduziert werden.
Neben dem körperlichen spielt vor allem das seelische Wohlbefinden bei älteren Hunden und Katzen eine große Rolle. Streicheln und schmusen Sie Ihr lang geliebtes Tier so oft es geht.
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