29.08.2011, 11:56 Uhr | dpa-tmn
Mit einem Gummihandschuh lassen sich Tierhaare ganz leicht von der Couch entfernen. (Quelle: imago)
Es wird Herbst und der Fellwechsel beim Haustier steht vor der Tür. Halter kennen die typischen Probleme: Fellbüschel und Haarknäuel auf Boden, Couch und Kleidung. Doch es gibt einige Tipps, wie man den unerwünschten Haaren schnell und unkompliziert zu Leibe rücken kann. Unter anderem können Gummihandschuhe helfen, die Tierhaare von Polstermöbeln zu entfernen.
Gerade im Herbst und Frühjahr kommt es bei Hund und Katze zum Fellwechsel - da wird das Putzen zum Großkampf gegen Fellbüschel und Haarknäuel. Hunde- oder Katzenbesitzer werden dann zum Putzteufel. Die Fußböden können gar nicht oft genug gewischt sowie die Polstermöbel und Teppiche abgesaugt werden. Die Haarbüschel bleiben auch an der Kleidung und an Strümpfen hängen und werden so durch die ganze Wohnung verteilt.
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Einen besonderen Tipp hat Silvia Frank, Expertin im Netzwerk Haushalt in Karlsruhe: Gummihandschuhe anziehen, diese leicht anfeuchten und damit über Sofa und Sessel fahren. So laden sich die Handschuhe elektrisch auf, wodurch die Haare haften bleiben. So komme man auch gut an die Büschel in Polsterritzen. "Tierhaare an der Kleidung sollten vor dem Waschen immer entfernt werden", sagt Frank. Das schafften am besten Fusselroller oder ein Stück Paketband. Dieses wickele man mit der klebrigen Seite nach außen einmal um die Hand, die auf die haarige Stelle gelegt und mit einem schnellen Ruck wieder abgezogen wird.
Für zwischendurch, und gerade auf kleinen Flächen, könne man den Haaren auch mit einem Schrubber oder Gummibesen zu Leibe rücken. Das gehe manchmal schneller als mit dem Staubsauger, sagt Frank. "Wenn das Absaugen von Polstermöbeln mit textilen Bezügen und Autositzen keinen Erfolg hat, kann eine Fusselrolle eingesetzt werden", rät Hundetrainerin Linsner. Die Haare bleiben an ihren klebrigen Belägen haften.
Doch auch an der Kleidung stören die Haare. "Am effektivsten ist die Haarbeseitigung von Kleidung im Wäschetrockner", sagt Frank. Durch die Bewegung in der Trommel und in dem kräftigen Luftstrom im Kaltluftprogramm der Maschine lösten sich die meisten Haare und sammelten sich im Flusensieb. Die Wirkung lasse sich verstärken, wenn zu der Kleidung ein Mikrofasertuch oder eine alte Feinstrumpfhose mit in die Trommel gegeben werden, die die Haare ebenfalls annehmen. In der Regel reicht laut Frank eine Laufzeit von vier bis fünf Minuten.
Die einfachste Gegenmaßnahme bei Tieren ist das tägliche Ausbürsten, erklärt Mareike Linsner, Inhaberin einer Hundeschule und -pension in Norderstedt bei Hamburg. Denn beim Bürsten werde schon ein Großteil der Haare entfernt, die Hund und Katzen durch den Fellwechsel verlieren. Regelmäßige Fellpflege dämmt das Problem zwar ein, vermeiden lässt sich das Haaren aber nicht gänzlich. Tierbesitzer sollten daher beim Einrichten darauf achten, dass sie die Haare einfach entfernen können: Auf glatten Böden saugen Staubsauger mit normaler Bodendüse die Büschel weg.
"Schwieriger wird es auf Auslegeware und Teppichen. Dort verhaken und verfilzen sich Haare immer wieder miteinander und sind schwer zu entfernen", sagt Sophia Gelderblom vom Institut für Bodensysteme an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Von Haushaltstricks aus dem Internet, wie dem Besprühen der Teppichfasern mit Weichspüler, damit die Haare leichter abgesaugt werden können, rät die Expertin ab. Denn die Reste des Weichspülers ziehen Schmutz an, und der Belag verschmutze so noch schneller. Auch von einer Vorbehandlung mit einem Dampfreiniger hält sie wenig.
"Wer sich mit Haaren von Hund und Katze auf Teppichen plagt, sollte über die Anschaffung einer zusätzlichen Elektrobürste für den Staubsauger nachdenken", rät Gelderblom stattdessen. In dem motorisierten Aufsatz der Elektrobürste befinde sich eine rotierende Bürstenwalze, die den Teppichflor öffnet und Haare daher besser aufnimmt. Die Alternative sei eine Turbodüse, die vom Luftstrom angetrieben wird. "Gute Dienste leisten spezielle Tierhaardüsen mit zwei Mikrofaserstreifen am Saugloch der Düse", sagt Silvia Frank, Expertin im Netzwerk Haushalt in Karlsruhe. Diese Mikrofaserstreifen heben die Haare durch Vor-und Rückwärtsbewegungen der Düse an, wodurch sie leichter in das Saugrohr gezogen werden.
Weitere Informationen für den Umgang mit Ihrem Haustier finden Sie in unserem Ratgeber für Haustiere
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Quelle: dpa-tmn
jacki schrieb:
am 29. August 2011 um 14:02:52
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Tierhaare
was ist den Schlimm an Tierhaaren, wir haben 14 Katzen und uns stören die Haare überhaupt nicht. Halten sogar kuschelig warm.
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Rapunzel schrieb:
am 29. August 2011 um 13:41:41
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@Naomi
Dann hoffe ich doch Interesse der Restfamilie, dass Sie nie auf die Idee kommen, sich ein Schwein oder Hühner zu halten! Was für ein
Blödsinn, sitzen die Viecher bei Ihnen auch beim Essen am Tisch? Manchen Menschen haben schon seltsame Beziehungen zu ihren Haustieren, wenn sie nicht mehr zwischen Familienmitglied und Haustier unterscheiden können.
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Jennie schrieb:
am 29. August 2011 um 13:27:37
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Invasion der Tierhaare!
Man muß diesen Artikel mal sorgfältig lesen: "Kampf, Großkampf, unerwünscht, Probleme, stören,
Gegenmaßnahme, sich plagen" - hier wird buchstäblich die Mücke zum Elefanten gemacht und dem Leser die Negativität förmlich um die Ohren gehauen. Habt ihr wirklich keine anderen Sorgen?
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