07.11.2007, 11:42 Uhr | mal
Wuff! Dobermann-Hündin Ronna möchte gerne in den Garten gelassen werden. Kein Problem, Herrchen kommt und hält die Tür auf. Wuff! Nach zwei Minuten möchte die Dame gerne wieder rein. Wieder eilt Herrchen herbei, um die Tür zu öffnen. So geht das zwei- bis dreimal am Tag. Klar - um ein angenehmes Leben zu haben, muss Hund sich seine Familie gut erziehen und regelmäßig üben. Ist das bei Ihnen ähnlich? Selbst bei erfahrenen Hundebesitzern schleichen sich immer wieder Fehler im Umgang mit dem Vierbeiner ein. Der Klassiker: Sie lassen zu, dass der Hund zu oft seinen Willen bekommt, indem Sie bei Gewinsel oder dem typischen Hundeblick sofort weich werden.
Komm, Sitz und PlatzDie wichtigsten Kommandos für Ihren Hund
Hund und Katze unter einem DachSo klappt es
Wer erzieht hier wen?
Hunde entwickeln verschiedene mehr oder weniger offensichtliche Strategien, um ihren Willen durchzusetzen. Es liegt an Ihnen, dies zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Hat Ihr Vierbeiner erst einmal gelernt, dass er mit einem bestimmten Verhalten bekommt, was er will, ist Ihre Autorität verloren. Dann lässt auch der Gehorsam schnell nach. In ihrem Buch "Das Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde" erklären Nicole Hoefs und Petra Führmann, wie Sie es schaffen, wieder zum "Leittier" zu werden: "Ignorieren Sie Ihren Hund, sobald er sein Manipulationsrepertoire abspult, und zwar solange, bis seine Motivation erlahmt und er sich - und sei es tatsächlich nur für wenige Minuten - ruhig und unaufdringlich verhalten hat." Danach bestimmen Sie, wann es raus geht, Futter gibt oder gespielt wird.
Sofa und Bett sind die Plätze des Chefs
Genau wie das Erfüllen aller Wünsche sind erhöhte Hundeplätze nicht geeignet, Ihre Rolle als "Rudelführer" zu untermauern. Warum sollte ein Hund draußen beim Spaziergang auf Sie hören, wenn er auf Bett und Sofa schläft und bei den Mahlzeiten am Tisch gefüttert wird? Sie räumen dem Tier damit im Haus eine Ihnen ebenbürtige Rangposition ein. Bringen Sie Ihrem Hund am besten von Anfang an bei, dass er auf erhöhten Plätzen nichts zu suchen hat. Beim Futter können Sie besonders gut demonstrieren, wer Chef ist. Hoefs und Führmann empfehlen, den Hund grundsätzlich erst zu füttern, nachdem Sie selbst gegessen haben. Bestehen Sie außerdem auf einem Abstand von ein bis zwei Metern zum Tisch, wenn Sie essen.
Wiederkommen ist Vertrauenssache
Allzuoft lassen sich Hundebesitzer beobachten, die ausdauernd und immer ärgerlicher nach ihrem entlaufenen Freund rufen. Hat der sich dann doch endlich zu Herrchen bequemt gibts noch einen lautstarken Anpfiff. So schwer es auch fällt: Was immer Ihr Hund angestellt hat, bestrafen Sie ihn nicht beim Wiederkommen. Er darf das Kommen auf keinen Fall mit einer negativen Erfahrung in Verbindung bringen. Das Kommen sollte immer wieder mit Lob und einem Leckerchen belohnt werden, damit es sich für den Hund lohnt, zu kommen. Rufen Sie Ihn nicht nur zum Anleinen - bringt er diese Einschränkung mit dem Kommen in Verbindung, wird seine Motivation schnell nachlassen.
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