27.04.2010, 10:33 Uhr
Hunde richtig erziehen. (Foto: imago)
Es passiert immer wieder -Hundegreifen Menschen an. Am Wochenende wurde in Cottbus ein acht Wochen altes Mädchen von einem Husky-Schäferhund-Mischling tot gebissen. Der Vorfall zeigt, dass Hunde unberechenbar sein können. Andererseits gibt es bestimmte Verhaltensregeln, die jeder im Umgang mit Hunden beachten sollte. Wir geben Tipps für den richtigen Umgang mit Hunden.
Auch im Cottbuser Fall gilt: Die plötzliche Attacke eines Hundes lässt sich nicht auf die Rasse zurückführen. Eher sollten die Umstände betrachtet werden: Oft werden Signale des Tieres falsch interpretiert oder gar nicht erst wahrgenommen. Ob der Hund aus Cottbus aggressiv ist und eingeschläfert werden muss, wird derzeit noch geprüft.
Schwanzwedeln bedeutet Freude? Das muss nicht stimmen, denn Hunde wedeln auch mit dem Schwanz, wenn sie aufgeregt oder angespannt sind. Wer seinen Hund gut kennt und ihn genau beobachtet, kann das meist gut unterscheiden.
Im Cottbuser Fall war häufig die Rede von Eifersucht. Im Falle eines Hundes muss man sich das so vorstellen: Das Tier lebt in einem Rudel und hat seinen Platz in der Rangordnung. Wird ein neues Mitglied aufgenommen, kann ein Hund "eifersüchtig" reagieren und versuchen, seinen Rang zu verteidigen. Deshalb raten Hunde-Experten, den Hund frühzeitig an das neue Familienmitglied zu gewöhnen und ihn beispielsweise noch vor der Geburt am Kinderwagen schnuppern zu lassen.
Wenn der Hund im Kampf um Aufmerksamkeit ein Drohverhalten gegenüber neuen Familienmitgliedern zeigt, zum Beispiel Kindern, sollten die Situation sofort entschärft werden. Um einen Angriff zu vermeiden, sollte das Tier zunächst isoliert werden. Ein Hundetrainer kann helfen, derartige Situationen in den Griff zu bekommen.
Kommt ein Hund auf Sie zugestürmt, ist es am besten, sofort stehen zu bleiben und direkten Blickkontakt zu vermeiden. Der Grund dafür ist einfach: Hunde stammen vom Wolf ab. Da sie wie diese zu den Hetzjägern gehören, sehen sie das Wegrennen als Flucht ihrer Beute an und rennen hinterher. Auch sollte man Hunden nicht in die Augen starren, da sie dies als Angriff deuten können.
Quelle: t-online.de
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