28.05.2010, 10:46 Uhr | agr
Für viele Hunde ist Radfahren eine willkommene Abwechslung (Foto: imago)
Ein Hund braucht viel Bewegung. Ein kleiner Ausflug am Fahrrad ist für die meisten Hunde eine tolle Abwechslung und eine gute Möglichkeit, sich mal so richtig auszupowern. Doch auf Herrchen und Frauchen lauern viele Fallen. Wir verraten, welche Fehler Sie vermeiden sollten. Radfahren mit dem Hund Die fünf größten Fehler
Alle Hunde brauchen Auslauf, doch nicht jeder Vierbeiner ist für schnelle Läufe gemacht. Wo ein Jack Russel Terrier noch Stunden weiter laufen könnte, befindet sich ein Mops schon kurz vor dem Koma. Deshalb sollten Hundehalter immer ein Auge auf ihren Vierbeiner haben und ihn nicht überfordern. Nehmen Sie Rücksicht auf Alter, Gesundheit und Fitness des Hundes, sonst kann eine Radtour schnell zur Tierquälerei werden. Nur ausgewachsene Hunde sollten neben dem Fahrrad herlaufen. Bevor ein Hund nicht - je nach Größe - mindestens 15 bis 18 Monate alt ist, ist Radfahren tabu.
Um mit dem Hund am Fahrrad Spaß zu haben, braucht es ein wenig Übung. Ihn ohne Vorbereitung ans Rad zu nehmen kann gefährlich sein. Die Befehle "Fuß", "Stopp" und "Weiter geht´s" müssen sicher beherrscht werden, bevor sich Hund und Halter ans Fahrrad wagen. Von Vorteil ist es, die Befehle vorher bei einem Spaziergang zu trainieren, damit später alles reibungslos klappt. Wenn der Hund frei läuft während Herrchen radelt, muss er natürlich auch gut abrufbar sein, da der Mensch auf dem Fahrrad einen eingeschränkten Handlungsspielraum hat.
Der Hund hat, im Gegensatz zu Herrchen oder Frauchen, keine Schuhe an und muss barfuß laufen. Zu langes Laufen auf asphaltierten Strecken kann die empfindliche Haut an den Fußballen verletzen. Besser sind weiche Gras- oder Waldwege. Wichtig ist auch, nicht zu schnell zu fahren. Der Mensch muss auf dem Fahrrad nur entspannt in die Pedale treten - für den Hund ist so eine Radtour schwerste Arbeit. Wenn eine längere Tour geplant ist, sollte Herrchen über einen Anhänger für das Fahrrad nachdenken. In ihm kann der Hund dann ab und an ein kleines Päuschen einlegen.
Bei sommerlich heißen Temperaturen lässt der verantwortungsbewusste Hundehalter das Rad lieber stehen. Da Hunde nicht schwitzen können und sie unten am Boden der Fahrtwind nicht erreicht, sollte das Training besser in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Bei längeren Strecken sollten Sie darauf achten, dass der Vierbeiner genug trinkt. Also entweder ein Gefäß mit Wasser mitnehmen oder auf dem Weg an Bächen oder Seen anhalten. Die eignen sich auch sehr gut für ein erfrischendes Bad.
Auch beim Joggen mit Hund können leicht Fehler passieren. Hier gilt wie beim Radfahren: Achten Sie auf ihren vierbeinigen Sportpartner, meiden Sie Asphaltwege und bereiten Sie sich gut auf das Training vor. Prinzipiell ist den meisten Hunden aber ein leichtes Jogging-Tempo angenehmer als die schnelle Rad-Geschwindigkeit. Arbeitshunde wie Hüte- oder Jagdhunde sind mit dem stupiden Laufen neben dem Fahrrad allein nicht zufrieden. Daher neben den Rad- und Joggingtouren auch immer ruhige Runden zu Fuß einplanen, wo der Hund schnüffeln, markieren und sein eigenes Tempo bestimmen kann.
agr
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