28.01.2010, 16:16 Uhr | Linda Freutl
Was tun, wenn der Hund bei jeder Gelegenheit kläfft? (Foto: imago)
Ob an der Haustür, bei der Begegnung mit anderen Hunden oder allein zu Hause: Manche Hunde machen ständig Radau. Sie bellen ohne Ende und ohne Aufforderung, aber garantiert nicht ohne Grund. Fakt ist: Selbst der größte Kläffer will seinen Menschen nicht nerven, sondern ihm etwas mitteilen. Bellen, Jaulen und Kläffen ist die Lautsprache der Hunde und ihre einzige Möglichkeit, sich mitzuteilen. Wer das verstanden hat, wird auch seinen Hund verstehen und schließlich besser - und leiser - mit ihm kommunizieren können. Deshalb übersetzen wir die häufigsten Kläff-Situationen.
Ob Freund, der Briefträger oder unerwünschter Besuch: Hunde können nicht unterscheiden, wer an der Tür klingelt. Aus Hundesicht sind solche Personen Fremdlinge, die nicht zum eigenen Territorium gehören - und damit unerwünscht. Bellos Bellen muss zwar deshalb kein Zeichen von Angst sein, es ist aber immer eine Art „Bescheid sagen, dass Besuch da ist“. „Wuff“ heißt soviel wie: „Achtung, Herrchen, da ist wer!“ Wie stark Hunde anschlagen, hängt entscheidend von der Reaktion ihrer Besitzer ab. Laute Sätze wie „Aus! Ruhe jetzt!", animiert Hunde eher noch zum Kläffen. Schließlich verstehen sie nicht die Bedeutung der Worte, sondern nur ihre Melodie. Schimpft Herrchen laut, denkt der Hund: „Prima! Herrchen bellt mit. Dann mache ich alles richtig.“
Herrchens Aufgabe ist es, diesen Kreis zu durchbrechen. Und das geht so: Bitten Sie jemanden zu einem vereinbarten Zeitpunkt an der Tür zu klingeln. Ist es dann soweit, sorgen Sie dafür, dass nicht Ihr Hund, sondern Sie als Erster an der Tür sind - zum Beispiel indem Sie ihn kurz vor dem erwarteten Klingeln in der Küche einsperren. So zeigen Sie Ihrem Hund, dass Sie selbst in der Lage sind zu erkennen, ob Fremdlinge eindringen. Bellt er, bleiben sie ruhig und ignorieren Sie ihn. Bitten Sie auch Ihren Besuch den Hund zu ignorieren. Erst wenn er Ruhe gibt, und sei es nur zum Luft holen, loben sie ihn. Üben Sie dieses Spiel regelmäßig, wird Ihr Hund verstehen, dass Sie die Lage im Griff haben und er sich seinen kläffenden Kommentar schenken kann.
Das Anbellen fremder Menschen oder Hunde beim Spazierengehen ist oft ein Zeichen von Unsicherheit. Hunde, die sich von Ihren Herrchen nicht genug beschützt fühlen, nehmen die Verteidigung selbst in die Hand. Das Bellen gilt vermeintlich bedrohlichen Passanten oder Artgenossen und heißt so viel wie „Halt Dich fern, Fremder!“. Hier ist es Herrchens Aufgabe, Sicherheit zu vermitteln und dem Hund deutlich, aber leise zu zeigen, dass von den Passanten keinerlei Bedrohungen ausgehen. Tröstende Ansprachen sind jedoch kein geeignetes Mittel um den Hund zu beruhigen. Im Gegenteil: Sanft gesprochene Sätze wie „Keine Angst, Bello, der tut Dir nichts“ klingen für Hunde, wie „Braver Hund, gut gemacht“ und animieren ihn, weiter zu bellen.
Bessere Lösung: Leinen Sie den Hund an und lassen Sie ihn hinter sich gehen. Die Leine ist dabei keine Strafe, sondern soll auf den Hund wie ein verlängerter schützender Arm wirken. Setzen Sie den Spaziergang konsequent, unkommentiert und ruhig fort, als wäre nichts geschehen. So vermitteln Sie dem Hund, dass Sie sich schützend vor ihn stellen und die Lage im Griff haben. Schnell wird sich ihr Hund entspannen und mit dem Bellen aufhören.
Manche Hunde bellen oder Jaulen scheinbar ohne Grund. In der Regel steckt dahinter ein einfacher Trick, beziehungsweise erlerntes Verhalten: Wenn der Hund kläfft, bekommt er nämlich Herrchens Aufmerksamkeit - in welcher Form auch immer. Verlangt Ihr Hund nach Gehör, sollten Sie ihm das daher auch schenken. Allerdings nur, wenn er dabei ruhig ist. Ein simpler Trick lässt den Hund verstummen: Erschrecken Sie ihn, wenn er bellt. Bespritzen Sie ihn beispielsweise mit einer Wasserpistole oder werfen Sie eine rasselnde Kette neben (nicht auf!) ihn. Ihr Hund wird vor Schreck kurz verstummen. Ist er ruhig, loben Sie ihn sofort und schenken ihm Aufmerksamkeit. Beginnt er aber wieder zu bellen, wenden Sie sich stumm ab und wiederholen den Schreckmoment. Früher oder später wird Ruhe einkehren.
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Linda Freutl
schrieb:
am 20. März 2010 um 11:18:31
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Problem vorprogrammiert!
Zitat: "Ein simpler Trick lässt den Hund verstummen: Erschrecken Sie ihn, wenn er bellt. Bespritzen Sie ihn
beispielsweise mit einer Wasserpistole oder werfen Sie eine rasselnde Kette neben (nicht auf!) ihn."
BITTE TUN SIE DAS NICHT!!! Damit stellen Sie ein Symptom ab, beheben jedoch NICHT die Ursache. Der Hund wird sich ein anderes Ventil für sein Problem suchen und im Normalfall verstärkt sich das Problemverhalten in der Intension! Das ist ein mieser Ratschlag! Ich bin entsetzt darüber!
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Marianne aus Berlin schrieb:
am 2. März 2010 um 13:08:20
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Helgas Kommentar
Helga, Du solltest Deinen "Kommentar" für Dich behalten. Tierquälerei ist etwas anderes. Deine Ausdrucksweise
"Viecher"
zeigt eigentlich, daß Tiere für Dich lästige Lebewesen sind.
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Udo schrieb:
am 22. Februar 2010 um 03:42:44
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Hunde
Hallo Helga, Us schreibst für mich Quatsch, wenn der Opa oder Oma einen Kameraden sind sie sehr glücklich. Natürlich muss man mit
dem Hund regelmäßig raus gehen. Ich hatte auch eine Katze die hat sich im Garten sehr wohl gefühlt und sie hat sich gemeldet wenn sie raus wollte.Wenn nur auf dem Bauernhof hätten wir noch mehr Tiere im Tierheim
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