07.11.2007, 12:14 Uhr | jst
Immer Ärger: Hunde und Jogger. (Foto: dpa)Hunde, die bellen, beißen nicht. Dieses Sprichwort kennen viele, nur wissen wenige, wie sie sich einem fremden Hund gegenüber verhalten sollen. Gerade Jogger machen immer wieder schlechte Erfahrungen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Hunde stammen vom Wolf ab und besitzen aber immer noch einige Eigenschaften ihrer wilden Vorfahren. Da Wölfe sowie Hunde zu den Hetzjägern gehören, sehen Hunde daher das Joggen als Wegrennen oder als Flucht ihrer Beute an. Das steigert bei ihnen das Jagdfieber und führt dazu, dass sie dem Jogger hinterher rennen. Wir haben Tipps, wie Sie sich in solchen Situationen verhalten und wie Sie mit fremden Hunden am besten umgehen.
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Das beste Mittel gegen heranstürmende Hunde
Stellen Sie sich vor, Sie joggen durch einen Park und plötzlich kommt ein großer Hund bellend auf Sie zugestürmt. Was tun? Am liebsten will man die Beine in die Hand nehmen - bloß schnell weg hier. Doch das ist genau das Falsche. Die beste Reaktion ist, sofort stehen bleiben und den Blick irgendwohin zu richten, nur nicht auf den Hund. Ein stillstehender Mensch, der den Hund nicht beachtet, macht sich für den bellenden Angreifer uninteressant. Entweder wird der Hund eine Weile weiterbellen und dann weiterlaufen, oder er nähert sich Ihnen kurz und beschnuppert Sie. Sobald sich der Hund wieder entfernt hat, können Sie Ihr Jogging langsam fortsetzen.
Auch Nordic Walker sind gefährdet
Nordic Walker sollten ebenfalls beachten, dass manche Hunde auf Stöcke negativ reagieren. Für Hunde bedeuten Stöcke nicht immer Gegenstände, die sie ihrem Herrchen wiederbringen sollen. Sie können auch schlechte Erfahrungen damit verbinden. Wenn Ihnen der Hund hinterherläuft gilt auch hier: Stehen bleiben und das Tier nicht beachten.
Das Gefährlichste im Umgang mit Hunden ist Angst
Der Umgang mit Hunden ist in Wirklichkeit sehr viel ungefährlicher, als viele denken. Ein Problem wird es erst, wenn man Angst vor dem Tier zeigt. Der Hund wittert die Angst, das weckt sofort den Jagdinstinkt. Ein Hund kann circa 1000 Düfte unterscheiden, ein Mensch nur ein Drittel davon. Sobald wir Freude, Aufregung, Wut, Glück, Traurigkeit oder eben auch Angst verspüren, produziert unser Körper Geruchsstoffe (Pheromone), die Menschen nur unbewusst wahrnehmen.
Kommunikationsirrtümer zwischen Hund und Mensch
Die meisten Angriffe von Hunden lassen sich durch richtiges Verhalten vermeiden. Hunde sind von Geburt an soziale Wesen und verteidigen mit allen möglichen Mitteln ihr Revier. Bei angeketteten Hunden ist dieser Trieb besonders stark, wenn sie in der Nähe ihrer Behausung oder unterwegs in der Nähe ihrer Begleiter sind. Auch muss ein Mensch beim Umgang mit Hunden immer daran denken, dass seine Körpersprache eine ganz andere ist als die des Hundes. So kann ein Hund nicht wissen, dass ein Lächeln kein Zähnefletschen ist. Da die Ohren beim Menschen von Natur aus eng anliegen, zeigt dies im Vergleich zu einem Hund Unmut oder Aggression. Wenn man Hunde anstarrt, sich schnell bewegt oder eine Hand oberhalb seiner Augen hält, betrachtet ein Hund dies als Drohung oder Angriff und könnte aggressiv reagieren. Das zeigt ein Hund deutlich durch Bellen, Knurren, hochgezogene Lefzen, flach am Kopf liegende Ohren und gesträubte Haare. Und Vorsicht: Wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, heißt das nicht immer, dass er gute Laune hat. Es zeigt nur, dass er erregt ist.
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