18.02.2010, 14:27 Uhr | NGV
Toxoplasmose ist besonders leicht durch Katzenkot übertragbar. (Foto: www.schanz-fotodesign.de)
Die Katze spielt eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der Toxoplasmose, einer Erkrankung, die von dem Tier auf den Menschen übertragbar ist. Der einzellige Parasit mit dem Namen Toxoplasma gondii befällt im Organismus der Katze zum einen Teil die Darmschleimhaut, und zum anderen bildet er kleine Bläschen in den Organen. Er kann zur Lungen- und Gehirnentzündung führen. Die mikroskopisch kleinen Parasiten scheiden über den Kot der Katze eiförmige Gebilde, die Oozysten aus. Sie sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar. Besonders im Kot junger Katzen, die gegen den Parasiten noch nicht immun sind, können die Parasiten millionenfach enthalten sein.
Fleisch erhöht Ansteckungsrisiko
Wie also kann man die Katze davor schützen? Häufige Gefahr einer Infektion besteht durch die Gabe von rohem Fleisch, in dem sich Toxoplasmosezysten befinden können, insbesondere durch Gabe von rohem Schweinefleisch, aber auch durch Aufnahme und Verspeisen von Beutetieren. Eine weitere Ansteckungsquelle ist die Katze selbst, die Toxoplasmen über den Kot ausscheidet, und das nicht nur für andere Katzen, sondern auch für den Menschen, etwa beim Säubern der Katzentoilette. Katzen erkranken nur sehr selten wirklich ernsthaft an der Toxoplasmose. Manchmal tritt nur ein leichter Durchfall auf.
Lassen Sie Ihre Katze untersuchen
Durch Kotuntersuchungen können die mit dem Stuhl ausgeschiedenen Oozysten erkannt werden. Eine akute Erkrankung kann auch durch Blutuntersuchungen nachgewiesen werden. Die Behandlung erkrankter oder nur Oozysten ausscheidender Tiere ist möglich.
Auch Menschen sind betroffen
Der Mensch steckt sich in erster Linie durch den Genuss von rohem Schweine- und Schaffleisch an, aber auch durch die Aufnahme von den mit dem Katzenkot ausgeschiedenen, nicht sichtbaren Oozysten, die sich besonders im Katzenklo, aber auch an der Katze selbst sowie in der Wohnung verstreut befinden können. Die Infektion verläuft häufig ohne Krankheitsanzeichen oder nur mit milden Symptomen. Ernsthaft können abwehrgeschwächte Menschen erkranken.
Besonders bei Ungeborenen besteht Gefahr
Eine besondere Gefahr besteht in der Infektion des ungeborenen Kindes, wenn die werdende Mutter bisher noch keinen Kontakt mit dem Krankheitserreger hatte und deswegen nicht immun ist. Eine Frau mit Kinderwunsch sollte deshalb bei ihrem Gynäkologen testen lassen, ob sie ausreichend gegen diese Erkrankung geschützt ist. Wenn durch die Blutuntersuchung gezeigt wird, dass zu wenig Schutzstoffe (Antikörper) vorhanden sind, sollte zunächst von der Anschaffung einer Katze Abstand genommen oder ein enger Kontakt zu Katzen vermieden werden.
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