15.07.2009, 17:55 Uhr | jmi
Auch Kämmen gehört dazu, wenn man ein Meerschweinchen besitzt. (Foto: imago)
Fröhlich mümmelt das Meerschweinchen in seinen sauberen, geräumigen Käfig. Es hat genügend Auslauf und Futter. Das kleine Familienmitglied fühlt sich wohl, denn mehr braucht es ja nicht zum Leben. Richtig? - Falsch! Damit der kleine Nager auch glücklich bleibt, muss er gut umsorgt und gepflegt werden. Für alle, die sich ein langes und gesundes Leben für ihr Meerschweinchen wünschen, haben wir die wichtigsten Tipps zur artgerechten Meerschweinchen-Haltung zusammengestellt.
Auch wenn das Meerschweinchen ein schönes Zuhause hat, lebt es doch nicht in der freien Wildnis. Deshalb nutzen sich seine Krallen nicht auf natürliche Weise ab. "Auf keinen Fall dürfen die Krallen so lang werden, dass sie sich einrollen", warnt Martina Schnell von der Tierschutzstiftung "Vier Pfoten". Dann wird das Laufen für Meerschweinchen zur Qual. Wer seinem Schützling das ersparen möchte, sollte ihm regelmäßig die Krallen kürzen. Das macht man am besten mit speziellen Zangen und Scheren.
Für die Pediküre hebt man das Tier vorsichtig auf den Schoß und nimmt behutsam die Pfote zwischen die Finger. Man sollte darauf achten, die Krallen immer schräg abzuschneiden und nicht zu viel zu kürzen. "Das erste Mal lässt man es sich am besten vom Tierarzt zeigen", rät Martina Schnell. Tipp: Ein flacher Stein, auch ein Stückchen Holz oder Kork vor dem Eingang des Meerschweinchen-Häuschens hilft, dass sich die Krallen auch im Käfig schneller abwetzen. So lässt sich die unangenehme Prozedur ein bisschen hinauszögern.
Es gibt die viele verschiedene Meerschweinchenrassen, und ebenso vielfältig ist auch ihre Haarpracht. Bei kurzhaarigen Tieren ist es meist nicht nötig, das Fell zusätzlich zu pflegen. Sie putzen sich selbst und halten das Fell dadurch sauber. Anders ist es bei langhaarigen Meerschweinchen-Rassen. Denn wie auch bei uns Menschen gilt: Langes Haar braucht viel Pflege!
Besonders die Haare am Hinterteil verfilzen schnell, wenn sich Kot, Urin und Einstreu darin verfangen. "Deshalb sollte man das Fell hin und wieder vorsichtig entwirren – am besten mit einem kleinen Kamm oder einer Bürste", so die Expertin. "Verfilzte Fellbüschel können zu Ekzemen oder Pilzerkrankungen führen, wenn die Haut nicht mehr atmen kann." Ist das Fell doch einmal verfilzt, hilft nur noch der Griff zur Schere. Auch hierbei sollte man vorsichtig sein, um das Tier nicht zu erschrecken oder gar zu verletzen.
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