02.08.2010, 17:07 Uhr | ug
Bei der Meerschweinchen-Haltung gilt es einiges zu beachten. (Foto: imago)
Süß, handlich, kuschelweich: Meerschweinchen sind als Haustiere beliebt – nicht nur bei Kindern. Zudem gelten sie Vergleich zu Hund oder Katze als pflegeleicht. Dabei sind die kleinen Hausgenossen bei Futter, Käfig und Partnerwahl durchaus anspruchsvoll und auch empfindlich. Wer sich vor der Anschaffung nicht ausreichend informiert, schadet den Tieren und bringt die kleinen Hausgenossen mitunter sogar in Gefahr. Zu viel Sonne kann für die Meerschweinchen mitunter tödlich sein. Und wer beim Spielen und Kuscheln nicht aufpasst, bricht ihnen schnell ein Bein. Das sollten Sie bei der Haltung von Meerschweinchen beachten.
Was viele nicht wissen: Wer sich ein Meerschweinchen anschaffen möchte, muss langfristig planen: „Mit acht Jahren sollte man schon rechnen, vereinzelt können die Tiere auch bis zu zehn Jahre alt werden“, sagt Dr. Silvia Blahak, Leiterin des Arbeitskreises „Zoofachhandel und Heimtierhaltung“ der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Damit sich die kleinen Tiere wohl fühlen, brauchen sie vor allem Freiraum. „Meerschweinchen bewegen sich gerne, daher benötigen sie so viel Platz wie möglich“, sagt Blahak. Der Käfig sollte nicht nur groß genug sein, sondern auch Unterschlüpfe wie Felsen, Holzstapel oder Hütten bieten. „Eine leere Fläche ist zu wenig.“
Auch bei den Tieren selbst gilt: Besser zu viele als zu wenig. „Meerschweinchen sind keine Einzeltiere, sie brauchen die Gesellschaft mit Artgenossen“, so die Expertin. Daher sollten immer mindestens zwei Tiere zusammen gehalten werden. Oftmals werden stattdessen Kaninchen als Gefährte in den Stall gesetzt. „Das passt vom Verhalten her überhaupt nicht“, warnt die Tierärztin. Auch bei zwei Böckchen kann es zu Problemen kommen. Sie brauchen zunächst auf jeden Fall ausreichend Platz zum Ausweichen. „Am besten klappt es, wenn beide kastriert sind“, sagt die Expertin. Sind die Tiere nicht von Klein auf aneinander gewöhnt, sollte das Kennenlernen langsam und unter Aufsicht erfolgen – am besten auf neutralem Boden. „Das fremde Tier einfach dazusetzen – das funktioniert nicht“, so Blahak.
Damit die kleinen Hausgenossen lang gesund und fit bleiben, brauchen sie vor allem gesunde Leckereien. „Am wichtigsten ist es, den Tieren viel Raufutter wie gutes Heu zu geben“, sagt Blahak. Denn es reguliert ihre Verdauung. Zusätzlich sollten Sie etwa einen Esslöffel Trockenfutter pro Schweinchen füttern. Auch vitaminreiches Grünzeug wie Gras, Löwenzahn oder Klee gehört auf den täglichen Speiseplan. Denn den Meerschweinchen geht es hier wie den Menschen: „Sie können Vitamin C nicht selbst herstellen und sind darauf angewiesen, es mit der Nahrung aufzunehmen“, sagt die Expertin.
Wer die Leckereien für die tierische Lieblinge selbst pflückt, sollte aufpassen, dass keine giftigen Pflanzen wie Eibe oder Goldregen in den Futternapf gelangen. „Auch mit Oleander hat es schon Vergiftungen gegeben“, warnt Blahak. Wer die Tiere im Freigehege stehen hat, sollte zudem aufpassen, dass keine giftigen Pflanzen in der Nähe sind oder Blätter ins Gehege fallen können. Kohlsorten wie Weis-, Rot- oder Rosenkohl gehören ebenfalls nicht in den Fressnapf. Der Grund: Sie können schlimme Blähungen verursachen, die den kleinen Tieren große Schmerzen bereiten.
Auch das Wetter kann Meerschweinchen übel mitspielen. „Pralle Sonne schadet ihnen. Sie bekommen dann einen Sonnenstich oder Hitzeschlag“, sagt die Tierärztin. Daher sollte man beim Aufstellen des Käfigs darauf achten, dass die Tiere immer ein schattiges Plätzchen haben und diese nicht länger außer Acht lassen, da die Sonne wandert. Sind die Tiere das ganze Jahr über draußen, können sie im Freien überwintern. „Das ist machbar, aber sehr aufwendig“, so die Expertin. Denn der Boden muss stets dick mit Stroh bedeckt und gut isoliert sein. Zudem muss der Standort gut geschützt stehen. Bei Zugluft erkälten sich die Tiere schnell. Bei Minustemperaturen sollten sie besser in der Wohnung gehalten werden.
Eine weitere Gefahrenquelle an der frischen Luft: Die Tiere werden zur leichten Beute von Mardern, Füchsen, aber auch Katzen und Hunden. Daher sollte ihr Gehege stets abgedeckt und sicher vor Eindringlingen sein. Drinnen wiederum können kleine Kinder mitunter zur Gefahr werden: Sie sollten nie unbeaufsichtigt mit den Tieren spielen. „Oftmals heben sie den tierischen Freund nämlich hoch und wollen ihn auf dem Arm halten.“ Die Folge: „Erschreckt sich das Tier dann, kann es hinunterfallen - und dabei leicht ein Bein brechen“, warnt die Experten.
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ug
skorpio schrieb:
am 8. September 2011 um 16:19:06
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Alter
Meine ersten beiden Meerlis(beide männlich)wurden 12 1/2 und 13 Jahre alt. Die nächsten 2 Mädels sind 1 1/2 und 5 geworden. Jetzt
hab ich wieder zwei Böcke unkastriert und schon 2 und 3 Jahre alt. Man sieht es ist wie beim Homo sapiens einige sterben jünger und andere werden uralt.
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Peggy schrieb:
am 3. April 2011 um 11:40:14
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Meerschweinchen
@jojo- das kann man nicht verallgemeinern...Menschen werden doch auch unterschiedlich alt !!!!
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jojo schrieb:
am 26. März 2011 um 16:40:52
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8 Jahre
Mein Meerschweinchen (ich hatte 3) ist 2 monate vor seinem 4. geburtstag gestorben. :(
wir haben sie sehr gut gepflegt (auch
regelmäßiger besuch zum tierarzt,...)
hier steht, dass sie mindestens 8 jahre alt werden... ich halte das für schwachsinn. meine meinung: 4-6 jahre ist realistischer.
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