11.08.2010, 13:26 Uhr | kaki
Krallen schärfen - aber an der richtigen Stelle. Katzenerziehung erfordert viel Geduld. (Foto: imago)
Katzen gelten im Gegensatz zu Hunden als unerziehbar. Den Stubentigern wird außerdem nachgesagt, sie würden immer nur das machen, was sie gerade wollen. Zwar brauchen Frauchen oder Herrchen viel Geduld, um Katzen dazu bringen, am Kratzbaum statt am neuen Sofa zu kratzen. Doch mit ein paar Tricks kann man Katzen durchaus erziehen - wir sagen Ihnen, mit welchen.
Katzen können für ein braves und folgsames Verhalten auf unterschiedliche Weise belohnt werden. Etwa durch Lob oder Streicheln. Mit Leckerbissen bringt man jedoch eine Katze am leichtesten dazu, das zu tun was man möchte. So etwa mit Käse - denn sie sind verrückt danach. Mit diesem besonderen Leckerbissen können Sie Ihrem Tier beibringen, durch die Katzentür zu gehen oder sich in die Transportbox zu begeben.
Oft gibt es auch Probleme mit zerkratzten Sofas oder Tapeten. Wenn Sie ihr Kätzchen dazu bringen wollen, am Kratzbaum seine Krallen zu schärfen, dann bestäuben Sie den Baum mit Katzenminze und Baldrian, denn die Stubentiger riechen diesen Duft sehr gerne. Frauchen und Herrchen können den Baum auch zum Erlebnis machen, in dem sie dort mit ihrer Katze spielen oder Spielzeuge an ihm anbringen. Damit die Samtpfoten nicht an verbotenen Stellen kratzen, können etwa Alufolie oder Plastikstreifen an die entsprechenden Stellen geklebt werden - bis die Katze den Kratzbaum akzeptiert hat.
Als Ersatz für einen Katzenbaum eignen sich auch eine Kratzmatte oder ein Stück Teppich, das an die Wand genagelt wird. Dies kann hilfreich sein. "Oft kratzen die Tiere auch direkt nach dem Aufstehen, um die Muskeln zu dehnen. Darum sollte ein Kratzbaum in der Nähe des Schlafplatzes stehen und dort, wo die Katze sonst immer kratzt", rät Andrea Müller von der Tierrechtsorganisation PETA in Gerlingen.
Aber nicht nur Leckerlis oder Düfte wirken bei Katzen Wunder - auch ein Lob hilft bei der Erziehung. Sprechen Sie daher mit hoher, freundlicher Stimme, denn das versteht Ihre Katze. Streicheln Sie außerdem Ihr Tier liebevoll, wenn es etwas richtig gemacht hat.
Eine weitere Erziehungshilfe ist der Klicker. Dieser wird bereits im Hundesport angewendet und eignet sich auch um Kunststücke zu trainieren. Der Klicker ist ein streichholzschachtelgroßes Gerät und gibt ein knackendes Geräusch, wenn man draufdrückt. Und so funktioniert es: Gleich nachdem Sie geklickt haben, geben Sie dem Tier ein Leckerli. So wird das Klicken selbst schon zur Belohnung. Sie müssen allerdings darauf achten, dass Sie genau in dem Moment klicken, wenn die Katze das tut, was von Ihnen gewünscht ist.
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