23.02.2010, 12:04 Uhr | ug, ots
Hol' mich hier raus: 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen suchen ein neues Zuhause. (Foto: Imago) (Quelle: imago)
Der treue Blick aus runden Hundeaugen sagt "Nimm' mich mit"! Rund 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen suchen jährlich eine neue Familie. Das Problem: Auch wenn die Dalmatiner, Dackel und Doggen noch so schmachtend gucken - alle kann man nicht mitnehmen. Daher ist es wichtig, sich vorab Gedanken zu machen, was die Tiere für ein glückliches Hundeleben brauchen und wie das künftige Leben mit ihnen aussehen soll. Damit das Zusammenleben von Anfang an reibungslos verläuft, hat der Deutsche Tierschutzbund in Zusammenarbeit mit "Pedigree" Tipps und Infos zum "Hund aus zweiter Hand" zusammengestellt. Klicken Sie sich durch.
"Die neuen Besitzer eines Tierheim-Hundes müssen sich in erster Linie darüber im Klaren sein, dass sie die Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen - und zwar ein Tierleben lang", sagt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. "Des Weiteren gilt es vorab zu klären, ob wirklich alle Familienmitglieder mit einem Vierbeiner in der Familie einverstanden sind, wer sich später um das Tier kümmert, wie künftige Urlaube mit Hund aussehen und ob die Familie in der Lage ist, auch ein krankes Tier zu pflegen."
Auch über den Kosten-, Platz- und Zeitbedarf eines Hundes sollten sich Tierliebhaber Gedanken machen - und vorab prüfen, ob ihr Vermieter Hunde erlaubt. Erst dann gilt es, im Tierheim den passenden Hund für sich zu finden. Bei dieser Suche sollte sich künftige Hundebesitzer viel Zeit nehmen und die gesamte Familie mit einbinden, raten die Experten.
Wer "seinen" Hund gefunden hat, sollte ihn zunächst auf Spaziergängen und beim gemeinsamen Spielen kennen lernen. "Je mehr man über den Hund weiß, desto schneller klappt das reibungslose Zusammenleben", so Apel. Die Betreuer im Tierheim künftige Halter optimal beraten, das sie die Vorgeschichte der Tiere kennen. So wissen sie beispielsweise, ob die Tiere sich bislang in einer Familie wohl fühlten oder eher als Einzelgänger lebten. "Neben allgemeinen Informationen wie Name, Alter und Geschlecht des Hundes, sollten sich die künftigen Besitzer gezielt nach Wesensmerkmalen, dem Sozialverhalten und dem Erziehungsstand des neuen Familienmitglieds erkundigen."
Im neuen Zuhause angekommen, brauchen die Vierbeiner zunächst viel Ruhe, um sich einzuleben und sich an ihre neue Familie zu gewöhnen. Mit etwas Geduld und Einfühlungsvermögen wird sich das neue Familienmitglied schnell heimisch und sicher fühlen - und schon bald mit seinen Besitzern durch dick und dünn gehen.
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