07.11.2007, 10:11 Uhr | Conny Pfaff
Spätestens im Alter von fünf Jahren geht das Gequengel los: "Mutti, ich möchte einen Hund!" "Papa, ich wünsch mir eine Katze, bitte, bitte, bitte!" Beinahe jedes Kind träumt früher oder später von einem Haustier als Spielkamerad. Doch Eltern sollten einiges bedenken, damit Interesse und Freude nicht so schnell verschwinden, wie sie gekommen sind. Der neue Gefährte sollte auch zum Kind passen, seinen Wünschen und Bedürfnissen gerecht werden. Das sollten Sie bei der Suche nach dem passenden Tier für Ihr Kind beachten.
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Die Eltern müssen sich im Klaren darüber sein, dass ein Teil oder auf Dauer sogar die ganze Arbeit mit dem Tier an ihnen hängen bleiben kann. So sind Kinder trotz aller Begeisterung über den Spielgefährten zum Beispiel nicht in der Lage, allein für einen Hund oder eine Katze zu sorgen. Die Entscheidung für Hund und Katze sollte daher immer einem Wunsch der ganzen Familie folgen. Dabei ist zu beachten, dass vor allem Hunde durch das mehrfache tägliche Gassi gehen viel Zeit in Anspruch nehmen. Bei Kleintieren können Kinder dagegen die meiste Verantwortung selbst übernehmen. Grundschulkindern ist durchaus zuzumuten, sich selbstständig um Maus oder Kaninchen zu kümmern. Kommt allerdings Langeweile auf, sind häufig doch wieder die Eltern gefragt.
Gerade Nager wie Hamster, Meerschweinchen und Zwergkaninchen erfüllen den Traum vieler Kinder von einem Spielgefährten zum Anfassen, Streicheln und Liebhaben. Zudem halten sich ihre Ansprüche was Platz und Futter betrifft in Grenzen: Die Tiere brauchen einen Käfig, der ihrer Größe und Anzahl gerecht wird. Ihr liebstes Fressen ist fertiges Körnerfutter, das durch frisches Gemüse ergänzt werden sollte. Wer Bedenken wegen Geruchsbelästigung hat, kann sich für die extrem pflegeleichten Rennmäuse entscheiden. Deren Käfig muss nur höchstens alle drei Wochen gesäubert werden, und selbst dann riechen die possierlichen Nager kaum.
Für Vögel sollten erst ältere Kinder ab etwa neun Jahren selbst verantwortlich sein. Der gefiederte Freund wird dem Kuschelanspruch vieler Kinder häufig nicht voll und ganz gerecht. Zwar knabbern die Tiere schon mal am Ohr und lassen sich im Nacken kraulen, doch so ausgiebig streicheln wie einen bepelzten Spielgefährten kann man sie nicht. Die meisten Vögel wie Wellensittiche sollten mindestens zu zweit gehalten werden. Noch weniger zum Streicheln und Spielen geeignet sind Fische. Sie sind zwar schön anzuschauen, langweilen Kinder jedoch meist recht schnell. Ein Aquarium ist zudem sehr pflegeintensiv und daher eher für Jugendliche geeignet.
Steht der Entschluss für den neuen Hausgenossen fest, gilt es zunächst grundsätzliche Dinge zu überlegen. Hat keiner der Familienangehörigen eine Allergie gegen das Wunschtier? Hat der Vermieter keine Einwände? Wie viel Platz, wie viel Zeit und wie viel Geld kann für den neuen Mitbewohner aufgebracht werden? Wer kümmert sich im Urlaub darum? Das örtliche Tierheim ist ein guter Anlaufpunkt, um sich beraten zu lassen und sich auch gleich nach einem passenden Tier umzuschauen.
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Conny Pfaff
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